Wicked Wildcats
Wicked Wildcats The Band The Act The Office
The Story

A
lles begann an einem warmen Sommertag. Big Frank Lion hatte gerade in seinem Sägewerk mit ein paar Mitarbeitern eine Fuhre Holzstämme abgeladen. Die Arbeit war getan, er schickte die Burschen nach Hause zu ihren Familien. Wie jeden Abend wollte Frank auch heute auf seinem Banjo üben. Seit er die Dodge City Cowboy Band (DCCB), bei der Frank Banjo spielte, nach einer heftigen Rauferei verlassen musste, suchte er wieder nach einem Betätigungsfeld für seine musikalischen Fähigkeiten.
Tief in Gedanken versunken riss plötzlich eine Saite seines Banjos. Er machte sich auf den Weg in die Stadt, um sich neue Saiten zu kaufen. Als er das Geschäft des Instrumentenbauers betrat, wurde er sofort von den wunderbaren Klängen einer Gitarre verzaubert. Der Lehrling Jim Beam Libbard spielte gerade auf seiner wertvollen Gitarre – das Geschenk eines dankbaren Fremden. Frank hielt fasziniert inne um zu lauschen. Als Jim aus seinem Kämmerchen kam, um nach dem Kunden zu sehen, kamen die Beiden ins Gespräch. Frank offenbarte ihm die Idee, eine neue Band gründen zu wollen. Jim war sofort Feuer und Flamme, denn auch er wollte nichts lieber als endlich in einer Band zu spielen. Er kannte einen hervorragenenden Schlagzeuger, Jack Hennessee, der jeden seiner Abende mit Whiskey und Pokerspiel in einer heruntergekommenen Spelunke namens „Saloon“ verbrachte. Da beide nichts Besseres vorhatten, beschlossen sie, Jack zu besuchen.

Jack, schon leicht betrunken, schien gerade eine Menge Geld verloren zu haben. Jim und Frank beobachteten ihn eine Zeit lang, als plötzlich ein Spieler aus der Pokerrunde Jack ein Messer an die Kehle hielt. Beherzt griff Frank ein und bereinigte die Situationen mit ein paar gezielten Schlägen. Jack bedankte sich bei Frank und hatte plötzlich nicht nur einen Freund, sondern auch einen Job dazugewonnen. Er war jetzt Schlagzeuger der soeben gegründeten Band „Wicked Wildcats“.

Einige Whiskeys später hatten die Drei ihre erste Probe vereinbart und wollten sich soeben auf den Heimweg machen, als plötzlich der Wirt die Attraktion des Abends ankündigte: „Miss Kitty „Bad Cat“ Lynx und ihre zauberhafte Ukulele, begleitet von einer jungen Geigerin namens Sweet Tigercat Jane.“  
Das durften sich die Drei natürlich nicht entgehen lassen.
Hingerissen von den beiden Schönheiten, und obwohl es damals ein ungeschriebenes Gesetz war, niemals Frauen in eine Band aufzunehmen, heuerten sie die Damen an. Da Kitty und Jane den schleimigen, ungehobelten Wirt mit seinen noch ungehobelteren Gästen sowieso gründlich satt hatten, leerte noch jede dem Saloonbesitzer ein Glas Whiskey ins Gesicht und verließen mit ihrer neu gefundenen Band den Saloon.

Die „Wicked Wildcats“ waren fast komplett, doch es fehlte noch etwas Entscheidendes: der richtige Bass. Kitty erinnerte sich an einen alten Bekannten, Duke Mc.Evans, mit dem ihre Mutter sie schon immer verkuppeln wollte. Er war aus reichem Hause und überdies charmant wie kein Zweiter und daher der Traum aller Schwiegermütter.
Kitty freilich war er vor allem wegen seines gefühlvollen Bassspiels im Gedächtnis geblieben. Am nächsten Tag klopfte sie an die Tür der Bankiersvilla und fragte das Personal nach dem Junior. Duke war hocherfreut Kitty zu sehen, und als sie ihm auch noch von den „Wicked Wildcats“ erzählte, war alles Weitere klar. Sein Dasein war zwar gespickt mit allen Vorzügen des Reichtums, doch eine richtige Aufgabe und ein Ziel hatte er sein Leben lang nie gehabt.

Die „Wicked Wildcats“ waren komplett und aus der Idee eines musikalischen Sägewerkbesitzers entwickelte sich in kurzer Zeit eine unnachahmliche, erfolgreiche Band, deren Geheimrezept sich in einem Wildcats Text findet:
 

“I heard a lot of Country Bands, most everyone in town
But that’s the first I ever heard, that makes one night surround”